Selbstführung - Selbstkontrolle - Selbstregulation

Wir wissen heute, dass Selbstkontrolle und Selbstregulation zu den zentralen Eigenschaften erfolgreicher Führungskräfte zählen. Selbstführung ist die Voraussetzung dafür, andere wirksam führen zu können.

Studien wie die von Jim Collins („Der Weg zu den Besten“), die Dunedin-Studie und die Arbeiten von Heckman zeigen, dass herausragende Führungspersönlichkeiten durch eine besondere Verbindung von persönlicher Bescheidenheit und professioneller Durchsetzungskraft gekennzeichnet sind. Diese Kompetenzen wurzeln häufig bereits in der Kindheit. Disziplin, Gewissenhaftigkeit und Selbstkontrolle bilden die Basis für langfristigen Erfolg und Zufriedenheit.

Wie solche Fähigkeiten früh entwickelt werden können, zeigt unter anderem ein Projekt der Universität Ulm. Im Kita-Alltag - beim gemeinsamen Singen, Aufräumen oder im Umgang mit Konflikten - lernen Kinder, Verantwortung für ihr Verhalten und ihr Lernen zu übernehmen. Ziel ist die Entwicklung verantwortungsbewusster Autonomie.

Ähnliche Prinzipien gelten für das gruppendynamische Lernen von Erwachsenen. In Trainingsgruppen werden Teilnehmende durch die bewusste Zurückhaltung der Trainer zur Selbstführung ermutigt. So entsteht ein individuelles Führungsverständnis, das durch gezielte Impulse vertieft wird.